Unterwegs 2

Mehrmals, bei der Beschäftigung mit dem Text von Fuyo Dokai, habe ich auf das Problem angespielt, das er mit dem Kaiser hatte. Wie so viele Meister vor ihm, hat er das violette Kesa abgelehnt, das immer das Kesa war, das der Kaiser den Zen-Meistern schenkte. Es galt als große Ehre, das violette Kesa vom Kaiser zu erhalten. Viele haben es erhalten, es angenommen, aber nie ein echter Meister unserer Linie. Meister Doshin hat es abgelehnt, der Kaiser ordnete an, ihn zu köpfen. Dieser erwiderte: „Bitte sehr.“ Er setzte sich in der Haltung hin. Aber der Gesandte des Kaisers hat es nicht getan. Genauso war es bei Meister Raisan.

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Unterwegs 1

Es ist nicht leicht, gegenwärtig zu sein. Gegenwärtig bei allem, was man im Kopf hat, was man nicht flieht, sondern vorbeiziehen lässt. Das ist recht ungewöhnlich als Haltung…: nicht fliehen, und doch die Gedanken vorbeiziehen zu lassen. Die Gedanken vorbeiziehen lassen, weil sie ihren Weg machen werden; wenn man sie im Kopf zurückbehält, bleiben sie lediglich intellektuell. Was im Körper bleibt, ist das Empfinden; es ist die Spur, die in Zazen bleibt, die unsere Atmung beeinflusst und die wir beobachten können. Nicht gegensteuern, sondern respektieren: wenn man versucht, willentlich einzugreifen, verschärft sich die Lage; es bleibt also nichts weiter übrig, als loszulassen: die Hoffnung loszulassen, das Problem zu lösen.

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